Dienstag, 9. August 2016

Gefällt #1 (Ferien auf dem Dorf)

Hallo zusammen, 

endlich habe ich frei, also so richtig frei, frei im Sinne von, nichts zu tun, keine lästigen Pflichten, keine Aufgaben, keine Arbeit... Ich sage es mal so, aktuell kann ich damit noch umgehen...

Also ging es in die Heimat, home- and dog-sitting, dazu ein wenig Rad fahren, lesen, jede Menge Nichtstun...

Dann fing passenderweise noch die neue Saison des ruhmreichen und erfolglosen Meidericher Spielvereins, da konnte man diese lästigen Prüfungen rund um das Praxissemester bestens verdrängen und abhaken. Jetzt noch Anfang September den letzten Quatsch abliefern und dann ist auch wirklich gut und ich freue mich schon wieder auf das neue Semester... Ach ja, eine Hausarbeit muss ich auch noch schreiben, aber erstmal war ausspannen angesagt.

Und wie das so ist, vor lauter Entspannung kommt man zu nichts und so musste ich an einem Samstag feststellen, dass ich nichts zum Frühstück da hatte. Auf dem Dorf ist es ja kein Problem, ab zum Bäcker. Kaum geparkt nimmt mich ein älterer Herr in den Blick, Retriever an der Leine, Plastiktüte in de Hand und einen großen Ast als Wanderstock in der Hand.

"Is' das der Neue von XY", sprach er mich an, mit Blick auf das Auto. Was so harmlos anfing sollte in einer knapp einstündigen Unterhaltung enden, in der der 66-jährige mir tiefe Einblicke in sein bisheriges Leben, seine Familiensituation und die ein oder andere Anekdote seines Lebens mitteilte. Sicher, ich hätte nach höflichen fünf oder zehn Minuten gehen können, aber der Mann hatte eine sehr launige Art zu erzählen. Am Ende habe ich ihn nach Hause begleitet, bin von ihm eingeladen worden, ihn doch mal zu besuchen und dann auch mal was von mir zu erzählen. So sind sie, die Ferien auf dem Dorf...

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