Donnerstag, 10. Dezember 2015

Mööööööööönsch....

So much water to come... :-)

Jedenfalls steht Essen noch, die Wohnung auch noch, der Wasserhahn tropft immernoch.

Ein Fahrrad wurde aus dem Keller geklaut. Laut Staatsanwaltschaft ein "besonders schwerer Fall des Diebstahls". Schon ziemlich merkwürdig, wenn erst Post von der Polizei und kurz darauf von der Staatsanwaltschaft im Briefkasten liegt. Automatisch kommen so Gedanken auf, wann ich was falsch gemacht habe, welches Verbrechens ich wohl nun beschuldigt werden, aber dann ist es doch nur die Info, dass man das Verfahren nach doppelter Aufnahme meiner Aussage dann doch einstellen muss.

Geradezu spirituell, aber zumindest sehr speziell, war mein Wochenende ohne Handy. Im Urlaub sagt man sich ja gerne: "Und ich gehe nicht an mein Handy!" Macht man ja auch meistens nicht, weil man was Tolleres erlebt (Strand, Sehnwürdigkeiten, Super-Menschen!). Aber irgendwie nimmt man es ja dann doch in die Hand ("Mal eben zu Hause Bescheid sagen, dass alles gut ist!", "Mal eben ein paar Bilder gucken!", "Mal eben XY eine Nachricht zum Geburtstag schreiben!").

Das alles ist eine Form des freiwilligen Verzichts, den man ja problemlos mit einem Griff in die Hosen- oder Handtasche beseitigen kann. Blöd nur, wenn das Handy im Alltag plötzlich die Segel streicht. Es ging einfach nicht mehr an. Am Freitagabend. In der naiven Hoffnung, dass der plötzlich vorhandene Fehler sicher am Samstag genauso schnell verschwunden sein wird wie er am Freitag kam (Wat von alleine kommt, geht auch wieder von alleine!). Klappte natürlich nicht und dann war plötzlich Sonntag...

Und plötzlich fühlte ich mich ausgeschlossen. Ich durfte nicht mehr in der Internetwelt mitmachen. Niemand konnte mich erreichen, niemand. Auch nicht die Menschen, mit denen ich für die Uni noch was abgeben musste. Keine Eltern, kein Bruder. Mindestens genauso schlimm, dass ich niemandem auf die Nerven gehen konnte. Keine doofen Fragen, was der-/diejenige gerade macht, was abends los ist, ob ich noch was für dieses und jenes Seminar machen muss. Keine Emails mal eben in der U-Bahn lesen, nicht auf die Uni-App gucken, in welchem Raum das Seminar stattfindet, nicht mal eben gucken, was es in der Mensa gibt oder wann die nächste Bahn fährt.

Stattdessen wurde mir schmerzlich bewusst, wie schlecht das Fernsehen ist, konnte ich doch schlechten Filmen bisher durch Flucht in die mobile Welt entfliehen. Aber auch, wie lange Tage sind, wenn ich plötzlich nicht irgendwelche Nachrichten beantworten muss/will. Nicht falsch verstehen, ich mag das und bin ein Fan. Liebe Freunde, ihr dürft und sollt mir auch weiterhin Nachrichten schreiben.

Das Fazit? Es ist schon wirklich skurril wie sehr wir inzwischen von solchen kleinen Smartphones abhängig sind bzw. wie sehr wir ihren Komfort schon in den Alltag integriert haben, ohne dass wir da großartig drüber nachdenken. Ich hatte jedenfalls das Gefühl, dass mir etwas fehlt, was ich für ein elektronisches Gerät wahrlich bedenklich finde und es dann doch wieder hinnehme...

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