Donnerstag, 5. Juni 2014

Karamba!

Mein lieber Herr Gesangsverein! Liebe Liebenden!

Da sind aber mal Millionen Hektoliter seit dem letzten Post den Rhein herunter ins Meer und von da verdunstet und wieder abgeregnet und wieder den Rhein herunter geflossen.

Was ist da Vieles passiert!? Das kann und will ich nicht alles aufzählen. Nachdem letzten Wochenende steht felsenfest im Raume, dass ich inzwischen einfach zu alt für den Scheiß bin. Nach drei bis vier Tagen Dauereinsatz im Freizeitbereich war ich am Sonntag und vor allem am Samstag schon, sowas von gerädert, es war mir eine Freude.

Zumal sich das am Wochenende vorher schon angedeutet hatte, dass der Zenit wenngleich noch nicht überschritten, aber doch zumindest langsam durch ist. Die wohlbekannte Hexe hat mich erwischt, und zur Freude meiner Mitmenschen gebe ich es gerne zu: Der Toilettengang war nur auf allen Vieren möglich! Was soll ich da auch groß drumrum reden? Die morschen Gebälke meldeten sich also wieder. Nach drei Tagen Dauerliegen und nur gelegentlichem Krabbeln ging es dann wieder.

In den Augen meiner "alten" Freunde hätte der Geburtstagabend auch unter dem Motto "Jung trifft alt" stehen können. Lieben Dank nochmal an alle, die da waren, insbesondere die ganze Studi-Bande, die es zu meiner hellen Freude bis in die niederrheinische Provinz geschafft haben. Auch wenn zwei Damen beinahe im Vorort gestrandet wären. :) Danke! :)

Obligat trat am Feiertag die Familie an, das Wetter wollte immer noch nicht, trotzdem tat der Grill tapfer seinen Dienst. Wichtigste Erkenntnis: Alle sind satt geworden!

Am Freitag stand dann der Besuch des Seniorenclubs "Prä-senile Punker" beim örtlichen Ruhrpott-Rodeo zu Kirchhellen statt. Nach dem Bericht des letzten Besuchs habe ich nun die strikte Order bekommen: "Was in Bottrop passiert, bleibt auch in Bottrop!" Nur so viel, an der Heimfahrt-Performance müssen wir dann noch mal arbeiten. Ansonsten war ich durch und durch von einem angenehmen Nachmittag-Abend-Nacht-Besuch begeistert, angefangen bei Turbostaat über die alten Herren der Lokalmatadore und die Wiedervereinigung der Terrorgruppe bis hin zu den Helden der Jugend, Bad Religion! Die Strafe nach Matschwanderung und Hopfengenuss kam, wie bereits angekündigt am Samstag. Ganzkörper-Muskelkater plus Matschbirne von zu wenig Schlaf. Ein Fest. So habe ich dann den Samstag irgendwie rumgekrebst.

Sonntag erwartete mich dann das komplette Kontrastprogramm. Statt Dreck, Müll und bester Assel-Feierei in Bottrop ging es im Mönchengladbacher Nordpark eher klinisch rein zu. Es war Länderspielzeit, deren unterhaltsamsten Phasen mir die Kameruner Fans bescherten, die nicht nur jede Menge Radau machten, sondern auch die besten Sprüche hatten, zumindest die drei jugendlichen Herren, die in der ersten Halbzeit hinter mir saßen. "Ich habe zwar mein Geld verloren, aber hey, es steht nach 38 Minuten noch 0:0!" Zu gerne hätte ich gehört, wie sie das 1:0 für Kamerun gefeiert hätten, aber sie waren so glücklich über das torlose Unentschieden, dass sie zur Halbzeit nach Hause gegangen sind.

Manchmal muss man sich auch über die kleinen Dinge freuen... :)

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