Sonntag, 15. Dezember 2013

Meeeeehr Musik!

Einmal Blut geleckt, musste ich in der vergangenen Woche meine Konzertbilanz noch ein wenig aufhübschen.

Am Zweiten Advent ging es mit dem Herrn Berufskollegen in die altehrwürdige Zeche Carl zu Essen. Zum letzten Mal war ich da zu einem meiner ersten Konzerte, seiner Zeit zu einem Triple Header von Trieb.(Der Punkt gehörte zu Namen!), Mr. Ed Jumps The Gun ("Wild thing"!) und Such A Surge ("Schatten"!). Nun ging es also zu den Herren von Turbostaat. Spätestens seit dem "Stadt der Angst"-Album ist ihnen ein fester Platz in meinem Plattenregal sicher. Zwar war der kleine Club in der Zeche für einen Sonntagabend ordentlich besucht, aber ich hätte schon mit mehr Zuspruch der alternativen Szene in Essen gerechnet.
Sei's drum, wir hatten jedenfalls unseren Spaß und schmetterten kräftig mit. Schon nach den zwei Stunden, inklusive der Hälfte des Vorband-Sets von "Die Nerven" war klar, dass erstens, gute, laute Musik so dermaßen wichtig ist und zweitens, dass ich mir viel zu selten solche Abende gönne.
Quasi angefixt habe ich die ganze Woche hart mit mir gerungen, ob ich am vergangenen Samstag zum Angry Pop Festival ins Düsseldorfer zakk fahren sollte. Love A hatte ich ja bereits gesehen, Leitkegel sagte mir gar nichts, aber da war eben noch Captain Planet angesagt. Und die wollte ich ja eh mal live sehen. Kurze Rede, kurzer Sinn, ich stieg am Samstagabends ins Auto und düste dem zakk entgegen. Pünktlich zu den mitunter metallastigen Klängen mit Punkexkursen (auch wenn ich davon ja keine Ahnung habe..) von Leitkegel rauschte ich ein, um dann im Anschluss mal ein ganzes Set von Love A zu sehen. Was mich durchaus zufrieden gestellt hat und man den Herren durchaus angemerkt hat, dass es ihnen mehr Spaß gemacht hat, als der Gastauftritt im Druckluft vor Jupiter Jones.
Unbestrittener Höhepunkt des Abends war nicht die Verlosung der "Viva Con Aqua"-Mannschaft, sondern der Auftritt der Kapitäne des Planeten auf Hamburg. Wenige Takte dauerte es, und sie hatten mich. Was vielleicht daran lag, dass ich schon auf dem Hinweg noch mal die verfügbaren Alben durchgehört hatte. Aber ich war nicht allein. Das Publikum hatte darauf gewartet, mal wieder richtig mitschreien zu dürfen. Spätestens bei "Pyro" war die Nummer sicher für die Hamburger und ich bin heute vollends heiser und die Stimmbänder fühlen sich an, als sollte ich die nächsten drei Wochen lieber nicht reden. Danke an Captain Planet für diesen durchaus denkwürdigen und erinnerungswürdigen Abend. Bei nächster Gelegenheit werde ich wieder da sein.. daher auch der neue Musik-Tipp für heute... Captain Planet "Wort auf der Brücke"!!!

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