Donnerstag, 17. Oktober 2013

EMPÖRT EUCH!

Irgendwie lässt mich das Thema ja nicht los... Stockumer Schule, alternatives Jugendzentrum mit durchaus Schwerpunkt in einer linkspolitiscchen Ausrichtung. Kurz vor einem PUNK-Festival wird das Konzert auf Grund durchaus als dubios zu bezeichnenden Zuständigkeitsausweitungen verboten.

Ob "die Stadt" hier versucht ihr eigenes städtisches Jugendzentrum zu pushen, indem man Konkurrenz verbietet, lasse ich hier mal so stehen. Auffällig erscheint es mir zumindest, dass Teile des Stadtrates (wohl auch satzungstreu) den Vorstand des JuZ ausmachen, bzw. zumindest im Vorstand des betreibenden Vereins "Pro Jugend" e. V. sitzen. Hier stockten meine Recherchen leider und ich warte noch auf die Auskünfte rund um den Verein, denn obwohl er mehrere gemeinnützige Einrichtungen in Voerde sein eigen nennt, KiTas, Kindergärten, Jugendzentrum, findet man auf der Homepage der Stadt jedenfalls erstaunlich wenig Informationen rund um den Verein, der geschaffen wurde, um die Kosten für KiTas und dergleichen aus dem Stadthaushalt herauszubekommen. Nun hat man ja einen Träger, der von der Stadt großzügig unterstützt wird. Ich werde mich dann bei Gelegenheit noch mal zu äußern, wenn ich denn mehr Informationen habe. Daher scheint dieser Teil leider aktuell überwiegend polemisch und ich weise ausdrücklich daraufhin, dass hier nur Spekulationen stehen und ich keinen Anspruch auf Richtigkeit dieser Zeilen erhebe.

Bezeichnender finde ich allerdings einen Zwischenfall aus der Unistadt Essen. Dort sollte gestern Abend ein Dokumentarfilm gezeigt werden. Titel des Film "Blut muss fließen", ein Film über die Undercover-Recherche in der rechten Musikszene in Deutschland. Mehr Informationen gibt es hier dazu. Gestern wurde die Vorführung des Films nach einem Zwischenfalls abgebrochen. Grund: Vor dem Beginn verschafften sich Unbekannte Zugang zum Veranstaltungsort und drohten den Organisatoren, in größerer Anzahl wieder zu kommen und den "Laden auseinander zu nehmen", wenn der Film gezeigt werden sollte. Resultat dieses Zwischenfalls: Die Schutz- und Ordnungskraft verbietet die Vorführung des Films, um die anwesenden Interessierten vor einem möglichen Übergriff zu schützen!? Als ich das heute gelesen habe, habe ich gedacht, dass doch da irgendwo ein Fehler sein muss. Erst kam ich nicht drauf, aber dann, wie Schuppe aus den Haaren... Klar, ist doch logisch, dass man einen entlarvenden Film verbieten muss, weil sich ein paar mutmaßliche Unverbesserliche da auf den Schlips getreten fühlen! Linke Aufklärung hat hier schließlich nichts zu suchen, sondern die dubiosen Machenschaften und Mechanismen in rechtsradikalen und neonazistishen Gruppierungen und Vereinen gehört selbstverständlich geschützt... Ich will schwer hoffe, dass die Ironie an dieser Stelle deutlich wird...

Ob es zwischen dem Vorfall in Essen und dem Verbot eines Punkkonzerts Parallelen gibt, mögen andere beurteilen, aber mir hängt der Satz im Ohr... wehret den Anfängen....

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