Freitag, 29. März 2013

Wie ein Junkie...

Da habe ich es doch nicht ausgehalten... Der Plan war, einige Wochen und Tage, ohne die Nutzung von Facebook auszukommen. Ich habe es nicht ganz geschafft, ein kleines Fazit:

Der Anfang war noch leicht. Schließlich gesteht man sich nur ungern ein, dass man selbst ein wenig süchtig ist nach dem "Trubel" eines sozialen Netzwerks. Plötzlich stellte ich fest, dass ich relativ viel Zeit hatte, weil ich nicht dauernd noch einen Beitrag in einer Gruppe, eine Chat-Nachricht oder ein "Gefällt mir"-Button klicken musste. Dankenswerterweise fiel die Zeit auch nicht ins Semester, denn ehrlich gesagt, war so mancher Chat gerade für die Mathe-Übungen hilfreich, wenn nicht die letzte Rettung.

Nach einigen Tagen habe ich aber festgestellt, dass ein soziales Netzwerk jedem Einzelnen viel "Arbeit" abnimmt. So wusste ich plötzlich nicht mehr, was bei meinen Lieblings-Bands, -Vereinen, -Gemeinschaften oder sonst wo los war, weil ich keine Statusmeldungen mehr gelesen habe. Stattdessen musste ich die Homepages nun selbst laden und mich aktiv informieren. Selbstverständlich habe ich auch nur noch sehr bedingt mitbekommen, was bei den vielen Menschen in meiner Freundesliste so los ist. Welche Pleiten, Pannen und Peinlichkeiten sich ereignet haben, wer mit dem was wieso gemacht hat. Doch interessanterweise merkt man schnell, dass solche Informationen nicht wirklich wichtig sind und im Grunde nicht mehr bewirken, als dass man sich selbst schlecht fühlt, weil man Samstagabend alleine vor dem Fernseher sitzt.

Doch blöderweise sind es genau solche Tage, die mich dann haben schwach werden lassen. Schließlich ist in einem Netzwerk fast immer etwas los. Irgendwem kann man immer auf die Nerven gehen, ein wenig miteinander plaudern oder einfach nur mal die Neuigkeiten durcharbeiten. Der ein oder die andere wird es gemerkt haben, dass ich trotzdem Nachrichten beantwortet und gelesen habe. Oft sah meine "Flucht" auch so aus, dass ich begonnen habe, Twitter intensiver zu nutzen, ganz zum Missfallen eines jungen Mannes..

Nichtsdestotrotz habe ich andere Freunde wieder getroffen und viel mit ihnen gemacht. Ich habe bei knappen Plusgeraden ein kleines Grillbüffet gemacht, habe mit den Jungs angegrillt, nur eben, ohne es direkt öffentlich zu machen.

Nun bin ich also wieder zurück in der Spionage-Abteilung Facebook im Wissen darum, dass man auch ohne auskommen kann, es aber mehr Mühe macht.

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