Freitag, 18. Mai 2012

So weit die Füße trugen...

In mir reifte ja schon seit einigen Wochen der Plan, ich sollte mal wandern gehen! Nachdem ich jede Gelegenheit genutzt hatte, immer irgendwas Anderes vorzuschieben, damit ich das bloss nicht machen muss. Doch jetzt habe ich tatsächlich ein freies Wochenende... also so richtig frei, keine Pressetermine, keine Schulklamotten (zumindest nicht vor Sonntag) und auch sonst nichts los...

Also sind mir quasi die Ausreden ausgegangen. Aber wo sollte es hingehen. Bin ja vorher nie mal längere Strecken zu Fuß gegangen. Immerhin habe ich ein paar ordentlich eingelatschte Trekking-Schuhe. Also alles nötige in den Rucksack. Jacke, Wasser, mal ne Stulle, und ein, zwei Äpfel, dazu noch ein kleines Schüsselchen für Hundewasser, den Hund unter den Arm und dann ging es los.

Mein Ziel war der Reichswald bei Kleve, dem größten zusammenhängenden Waldgebiet am Niederrhein. Mein Ausgangsort war ein Parkplatz in Asperden, südlich von Kleve. Der Parkplatz ging von der Trittstraße ab, direkt am Hundeplatz. Dankenswerterweise gab es direkt am Parkplatz ein Übersichtskarte. Mein Fehler natürlich, dass ich weder eine Karte, noch mir ein Photo gemacht habe von der Karte. Also einfach los. Der Hund hatte jedenfalls mächtig Bock. Anfangs ging es durch einen Buchenwald, dann leicht abwärts zur Niers, wie ich später erfahren habe. Entlang des nördlichen Ufers gibt es zwar keinen offiziellen Wanderweg, aber die Trampelpfade und Reitwege sind gut gangbar.

Entlang der Niers fand Sparky auch genug Möglichkeiten zum Durstlöschen. Anders wurde es, als wir dann am "Traberhof" ankamen. Von da aus ging es dann in einer großen Runde erst weiter Richtung Osten. Die schnurgeraden Forstwirtschaftswege lassen sich gut gehen, sind aber recht unspektakulär. An der Grunewaldstraße war dann erstmal Schluss, weil die Fortsetzung des Weges gesperrt war. Also bin ich parallel zur Straße in Richtung Nordosten weiter, quasi ein Rechteck weiter.

Nach einer Futterpause ging es dann wieder Richtung Westen, quasi auf den Rückweg. Blöderweise habe ich dann das Rechtsabbiegen verpasst, um wieder beim "Traberhof" auszukommen. Nach einer großen Extrarunde ging es dann wieder zurück. Nach der Sonne rund um den Mittag zog es im Laufe des Nachmittages zu und es wurde wolkiger und damit auch ein wenig kühler. Wieder entlang der Niers zurück zu Auto und was soll ich groß drumherum reden... ich war am Ende. Die Füße schmerzten und vor allem die Hüften tun auch jetzt noch ziemlich weg... ich freue mich auf den Muskelkater morgen... Immerhin hatte die Joggerin, der Mountain-Biker und die beiden Radfahrer was zu lachen, als sie mir entgegen gekommen sind. Mehr Menschen habe ich nämlich in den gut vier Stunden auch nicht getroffen... ach so, und ein Sechszehntel des Reichswaldes habe ich echt bewandert... :D

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