Donnerstag, 5. Januar 2012

Entspannung mit Gemetzel

Das neue Jahr schmeckt bisher jedenfalls sehr entspannt, finde ich jedenfalls. Dank des Jobs habe ich ja nun noch Ferien und jede Menge Zeit für Unternehmungen, die schon länger liegen geblieben sind.

Gestern war ich zum ersten Mal seit gut einem Jahr wieder mal Schwitzen. Also so richtig, mit Sauna und Solbad und und und. Ich sag' es mal so, es waren zwar "nur" vier Stunden in der Niederrheintherme, aber ich kam gerade richtig. Immer zur vollen Stunde herrlichste Aufgüsse. Erst einen entspannten Relax-Aufguss mit Musik und sanfter Bewindung, dann noch einen mit Kirsche und Eukalyptus und einmal Eukalyptus pur. Ich sag' es mal so, die Tante Badefachkraft hat ordentlich eingeheizt und ich hatte nachher tatsächlich ein glühend rotes Gesicht.

Einziger Fehler des Tages: Man sollte niemals vergessen, dass man sich am Tag vorher aus Spaß ein Muff Potter-Klebetattoo auf den Arm gepappt hat. Die haben wohl alle gedacht, ich hab' sie nicht mehr alle. Aber es ließ sich trotz mehrfacher Bemühungen wirklich nicht wegrubbeln.

Abends ging es dann mit der großen Blonden ins FilmForum nach Duisburg, was immernoch mein Lieblingskino bleibt, und wir haben uns "Der Gott des Gemetzels" von Roman Polanski angesehen mit Jodie Foster, John C. Reilly, Christoph Waltz und Kate Winslet. Ein wirklich amüsantes, filmisches Kammerspiel über zwei Ehepaare, die versuchen einen Zwischenfall ihrer beider Söhne - Sohn A hat Sohn B mit einem Stock ins Gesicht geschlagen, nachdem dieser Sohn A beleidigt hat - aus der Welt zu schaffen. In den geschätzten 75-80 Minuten entfalten sie ein wahres Kaleidoskop menschlicher Bemühungen, Anstand, Würde und Gerechtigkeit zu bewahren, in einem Spagat zwischen rauer Welt und dem Wunsch nach Menschlichkeit. Wer also abends mal etwas mehr als eine Stunde Zeit hat, ins Kino gehen.

So, nun könnte der Wind mal langsam aufhören, sonst wird das nichts heute Abend, schließlich wollen Cousinchen und ich zum Photoknipsen in den Landschaftspark.

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