Dienstag, 6. Dezember 2011

Mit dem Kopf unterm Arm...

Ich sag's mal so, ich bin ja oft wehleidig und nehme jeder Zipperlein mit, aber so richtig krank bin ich ja selten. Dieses Mal habe ich aber bei der Virenvergabe mal extralaut "Her damit!" geschrieen! Kann aber auch mein Dad gewesen sein, der den Bazillus Grippicus angeschleppt hat..

Jedenfalls ging es mir gestern gar nicht gut... *jetzt wäre der Moment für Mitleid*
Nase zu, Ohren zu, Husten, Kopf, Rücken, Körper, wie gesagt, einmal alles...Blöd nur, dass gestern leider auch Derby gewesen ist und ich zum ersten Mal nicht zum Fußball konnte, weil ich krank war. Also krank von nicht gesund, nicht krank, weil ich zu viel gesoffen habe am Vorabend. Habe schließlich zuletzt im Mai (?) getrunken. So musste ich also die Niederlage des ruhmreichen Meidericher Spielvereins gegen Lachschuh Düsseldorf im TV verfolgen.

So kann ich natürlich auch nichts zu den kursierenden Nachrichten sagen, dass eine Fangruppierung aus Duisburg, die auf der Haupttribüne sitzt (Wer mag das wohl gewesen sein!?), Leuchtraketen in Richtung Gästeblock geschossen haben soll. Klar ist, so sehr ich auch Befürworter von legalisierter Pyrotechnik bin, solche Aktionen sind weder förderlich für die Fan-Kampagne noch anständig. Hoffe, der MSV greift durch und sorgt für eine angemessene Bestrafung.

Passenderweise habe ich im Anschluss dann noch ein großartig bei RTL2 beworbenes "Nachrichten"-Reportage-Magazin gesehen. Der Name "Investigativ" war hingegen weder ein Versprechen, noch eine Drohung, sondern ein stumpfer Versuch der Sendung etwas wie Niveau zu geben. Der Anchor, dessen Name ich direkt wieder vergessen habe, begab sich zum Thema "Hooligans" auf die Suche nach Antworten, was die vorwiegend jungen Männer zu Gewaltexzessen rund um Stadien und Fußball bewegt. Das Resultat der gut einstündigen Sendung, Werbung mitgerechnet, war ein flaches Darstellen von dem, welche Folgen Hooliganismus in Deutschland hat. Unbeteiligte Opfer kommen zu Wort, ein Polizist, dessen Kollege von Hooligans verprügelt worden ist, ein Ex-Polizist/-Hooligan, der ein Buch über sein Doppelleben geschrieben hat und natürlich durfte die obligatorische Reise in den Osten der Republik nicht fehlen. Dieses Mal fuhr das Team nach Leipzig, statt immer nur Dresden.

Verwackelte Bilder aus der Handkamera, dazu die Begleitung der Polizei beim Leipzig Derby zwischen Lok und Sachsen und immer wieder, um der Reportage auch das Maß an Gewalt zu geben, was der Zuschauer erwartet, Video namhafter Video-Portale. Welche Ursachen dieses Phänomen hat, wo es herkommt und wie es heute stattfindet, was Vereine dagegen tun (oder auch oft genug nicht), welche Rolle die Polizei bei angeblich steigenden Bilanzen von Gewalt und Fußball spielt, nichts davon wurde erwähnt. Ich habe mich gar nicht erst informiert, welches das nächste Thema der Sendung ist, aber auf dem Niveau kann man sich getrost etwas anderes ansehen.

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