Montag, 23. Mai 2011

Berlin, Berlin! Wir waren in Berlin!

Meine Damen und Herren,

was ein Wochenende... da merkt man glatt, dass man keine 20 mehr ist, aber was soll's... die körperlichen Folgen klingen langsam ab, die finanziellen Engpässe werden wohl noch etwas andauern, aber der Reihe nach.

Dank dem CDU-Mann aus Dinslaken hatte ich die Chance zum Pokalfinale nach Berlin zu reisen, um den ruhmreichen Meidericher Spielverein zu unterstützen. Was lag näher, als direkt ein Wochenende in der Hauptstadt daraus zu machen.

Also meinen Onkel und meine Tante kontaktiert und das Wohnmobil ausgeliehen. Der Anwalt, mein Mitfahrer, musste allerdings dann dekadent nachfliegen, weil die Arbeit nach ihm verlangte. Also machte ich mich am Freitag mit dem Reisemobil in die Hauptstadt auf. Problemlos bis auf den Navi-Haken bei Helmstedt, wo das Gerät meinte, mich mal eben zehn Kilometer entlang der Autobahn über Land fahren zu lassen.

Sogar die Marina gefunden und den Stellplatz eingenommen. Erst mal ein Eis am See, es gibt schlechtere Orte für eine Pause...



Dann mit dem Bus zum Brandenburger Tor zum Einsing-Flashmob der MSV-Fans. War schon ziemlich ordentlich, mit Feuerwerk und Gegröhle.


Zu Fuß ging es weiter zum Tiergarten (Wieso auch immer!!!), um dort am "Beach at the box" festzustellen, dass es da blöd ist. Zurück zum Nikolaiviertel und dort in der "Mutter Hotte" (Oder wie auch immer der Laden hieß..) ein, zwei, drei, vier Bierchen und ein Getränk, was mir den Samstag vermiesen sollte. "Mampe halb & halb" stand es großmundig in der Karte und beim ersten Probieren auch gar nicht so übel, geradezu schmackhaft. Das sollte sich allerdings am nächsten Morgen rächen, denn mir ging es sowas von übel, dass der Herr Anwalt sich zwei Stunden gedulden musste, bis ich einigermaßen fit war.

Also wieder zum Brandenburger Tor und zum Beach at the box mit cirka 5000 MSV-Fans, vorbei an den Schlackern an der kaputten Kirche.



Gegen sechs dann zum Stadion, wo sich die Menschen wirklich tummelten, aber bei bestem Wetter überwog die Vorfreude. Rein, Platz suchen und genießen. Eine grandiose Atmosphäre schon vor dem Spiel, im Innenraum gab es nur Spektakel, adrette Frauen in goldenen Kleidern rein, vor, zurück, Jungs mit Teambannern rein, andere Jungs entfalten die Banner, Militärkapelle marschiert ein, und wieder raus... dann endlich die Mannschaften, die Choreo und laute Zebras. Leider verflog die Stimmung auf Grund des Spielverlaufs.



Die größte Gänsehautatmosphäre gab es dann aber gegen Ende des Spiels als die 25000 Zebra-Fans ihre Mannschaft die Schlussviertelstunde durch feierten. Singen, Fahnen schwenken und dem Team für eine tolle Saison danken... da wusste ich dann wieder wieso ich nach Berlin gefahren bin und trotz diesem gigantischem Katers dort stand.

Nach dem Spiel ging es dann nicht mehr in die Stadt, sondern direkt zum Wohnmobil und schlafen. Der Sonntag bestand dann nur noch aus Heimfahrt. Glücklicherweise ohne gigantische Staus, weil wir zeitig losgekommen sind. Dank an alle, für das gelungene Wochenende...



Aber mal ehrlich, dass man in Städten und bei Fußballfahrten immer so viel Laufen muss... ich hab ne Mega-Blase unterm Fuß. Ich hätte meine tolle App doch mit laufen lassen sollen, vielleicht bekomme ich das ja noch raus, wie viele Kilometer das waren... immerhin habe ich die Gold-Else ohne Gerüst gesehen und Berlin endlich mal bei Sonnenschein.. das war gut, aus verschiedenen Gründen und fühlte sich auch ein wenig befreiend an...

Vorsatz ist jedenfalls, es müssen mehr Städtetouren her...

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