Freitag, 11. März 2011

Zwei Tage und Film wird Wirklichkeit

Seit gut zwei Tagen faste ich nun also. Kein Fleisch, kein Alk, kein Süßkram. Klappt dank Buko und vegetarischen Alternativen bisher ganz gut. Klar ist nur, dass vegetarische Kost bzw. Ernährung wohl gesund ist und man sich weniger voll fühlt, allerdings nicht gerade billig ist, wenn man auf die Alternativen der Ernährungsindustrie zurückgreift. Vegi-Wurst, -Schnitzel gibt es ja alles... Aber so lange das teurer ist als die doppelte Portion an konventionell hergestelltem Fleisch ist, wohl ein ganz klarer Fall für Besserverdienende. Oder ich muss einfach mal günstige Alternativen testen. Gibt ja genug Vegis, also der Aufruf: Schickt mir eure besten, vegetarischen Gerichte!

Leider hat der Tag heute auch ein trauriges Ereignis. Während man in Winnenden der Opfer des Amoklaufs gedenkt, verherrt ein Erdbeben und ein Tsunami weite Teile der japanischen Ostküste. Dass das Ereignis für die Menschen in Japan eine unbeschreibliche Katastrophe ist, steht außer Frage. Was mich, und vielleicht auch viele Menschen weltweit so schockiert hat, war die Redundanz des Gesehenen.

Wahrscheinlich handelt es sich bei der Katastrophe um eine der bestdokumentierten, denn die Kameras diverser japanischer Fernsehanstalten waren live dabei, als die Wassermassen durch und über Japan schwappten und alles mitrissen und zerstörten, was in ihren Weg stand, lag oder gebaut war. Und doch konnte ich den Eindruck nicht loswerden, dass alles schon gesehen zu haben. Ich fühlte mich an Katastrophenfilme aller Richtungen erinnert. Und doch machte mir die Wucht, die Gewalt des Wasser mehr Angst, oder besser Eindruck, auf mich. Wenn Felder einfach verschwinden, durch das Erdbeben ausgelöste Feuer binnen Sekunden erlöschen, Menschen sich auf Hochhäuser flüchten. Das war New Orleans und Katrina, aber noch mehr "Amageddon", "Deep Impact" und "2012". Nur mit der bitteren und hilflosmachenden Erkenntnis, dass das die Realität ist. Wirklichkeit und mit der Wiederholung der Bilder, wie damals an 9/11, der Zuschauer immer wieder Zeuge und vor allem Augenzeuge davon wird, wie Menschen sterben, um ihr Leben kämpfen und panisch fliehen.

Mein Mitgefühl gehört heute allen, die Opfer geworden sind, oder um Angehörige bangen. Die Frau eines Freundes ist wohl heil in Tokyo. Ich hoffe, sie kommt schnell zurück.

1 Kommentar:

  1. hihi :D ... komm mich einfach 2 Wochen lang besuchen und ich zeige dir was man als Vegetarier alles so essen kann :D

    LG

    AntwortenLöschen