Donnerstag, 3. März 2011

Schule und Mathe

Seit einigen Monaten arbeite ich ja nun schon an einer Schule und gebe "fachvertiefenden Unterricht" in Mathe. Das ist manchmal ganz lustig und gut, wenn man sieht, dass die Scheißerchen auch wirklich etwas lernen und besser werden, aber ist manchmal auch furchtbar anstrengend, wenn die Kids für 5 * 6 erst den Taschenrechner rausholen.

Dreimal in der Woche geht es also darum, eine Bandbreite an Mathe in die Schädel der Kids einzuhämmern und schon nach wenigen Wochen war mir klar, dass ich niemals Lehrer hätte werden können. Mit Kindern rumalbern, Spaß haben, blöde Sprüche klopfen, das kann ich, aber 30 pubertierende Jugendliche ernsthaft in die Tiefen der Mathematik einführen? Danke nein!

Die Kleinen, also Sechstklässler, sind ja noch schnell abgefrühstückt, die wollen zum Teil noch lernen und sind auch leichter anzuleiten, aber je älter die Scheißerchen werden, umso komplizierter, weil pubertierender, werden sie. Es gibt und gab Stunden, in denen manche Kandidaten es auf eine gelöste Aufgabe in 45 Minuten gebracht haben und ich deren Namen öfter genannt habe, als ich auch nur irgendeine Zahl in den Mund genommen habe.

Und wenn ich dann recht frustriert bin, dass sie wieder nicht richtig mitgearbeitet habe, ich mit Freunden, Kollegen und Familie neue Strategien getestet habe und gescheitert bin, dann denk ich mir, was soll's, ich hab mein Abi... klar, das ich ne Flucht vor der Verantwortung, aber ich denke, nur so kann man die Scheißerchen erreichen... der große Appell an Zukunft und Leistung... ich werde das gleich mal testen... :)

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen