Dienstag, 15. März 2011

Ein Abend ohne Fleisch und trotzdem satt

Tja, meine Lieben, ich sage es mal so, bisher geht es ganz gut mit der fleischfreien Zeit. Nach Sellerie-Schnitzel am Wochenende, durchaus genießbar und lecker und beinahe ohne die Schärfe des Selleries, gab es gestern Abend zur Stärkung ein Ersatzprodukt.

Nein, kein Tofu, da traue ich mich nach meiner schlechten Erfahrung vor Jahrzehnten noch nicht wieder heran, aber das Weizen-Schnitzel war echt gut...

Frisch gestärkt ging es dann nach Münster in die MCC-Halle Münsterland zum Beatsteaks-Konzert, alleine, weil mein Mitfahrer ja unbedingt in die USA musste und niemand wirklich Zeit und Lust hatte. Auch wenn ich, wie viele andere, nicht so recht begeistert bin von der neuen Platte der Berliner, nach "Atomic Love" zum Auftakt war ich beinahe versöhnt. Mitunter glichen die neuen Songs live aber eher ordentlichen Mainstream-Rockmusik, was manchmal ein wenig schade war. Aber die Herren hatten ihr Publikum im Griff. Gefühlt haben sie aber alle (?) Songs des neuen Albums gespielt, dazu ein paar Klassiker und Evergreens wie "Hey du" und vor allem das nach wie vor brutale "Let me in". Da musste ich alter Mann mit meiner Herrenhandtasche mal richtig durchstarten und wäre wegen Brüllerei und Tanzerei und Springerei beinahe in Ohnmacht gefallen.

Die Hits durften natürlich auch nicht fehlen, "Hand in Hand", "Jane become insane" und "I don't care as long as you sing". Besonders schick, der Ausflug in "Smacksmash"-Zeiten mit "Ain't complainin'", was Sänger Armin zum ausgiebigem Bad in der verschwitzten Masse nutzte. Ich bin mir sicher, dass gerade im Innenraum wohl kein Shirt trocken geblieben ist, und sei es nur durch eine Bierdusche benetzt worden. Ziemlich atemlos, ko, verschwitzt und glücklich ging es dann wieder heim. Live ist halt immer anders als auf'fe CD :)

Ach so, Support-Act, damals noch Vorband genannt, war die Combo "Kraftklub", die es durchaus verstanden, die Halle zu unterhalten. Auch wenn die Mischung zwischen 60er/ 70er Jahre-Outfit, Baseballjacken, Nerd-Brillen, und die Musik, HipHop-Rock-Rock'n'Roll durchaus gewöhnungsbedürftig ist, fand ich. Texte wie "Scheißindiedisco" strotzen dann auch nicht gerade von intellektueller Tiefe, aber hey, was soll's. Haben jedenfalls nen ganz tanzbaren und ins Bein gehenden Rhythmus. War okay, auch wenn ich ein wenig neidisch auf die anderen Termin der Beatsteaks bin, mit Dendemann oder Turbostaat im Vorprogramm.

Ach so, gestern waren die Größes des "Punkrocks" auch in der Halle. Auf dem Rang hatten die Toten Hosen Platz genommen. Nur Campino fehlte, soweit ich das sehen konnte.

Um die Missverständnisse auszuräumen, dass ist meine Herrenhandtasche:

1 Kommentar:

  1. also ich muss gestehen, dass ich boombox richtig gut finde, die platte. vorher hatte sich mir die welt der beatsteaks, bis auf einer paar knaller natürlich, immer verschlossen. aber das soll an anderer stelle diskutiert werden.
    ein, zwei lustige anmerkungen meinerseits.
    beatSTEAKS passt hervorragend in deine aktuelle fastendynamik,
    indiediscos sind nie scheisse und wenn man rythmisch genug mit dem kopf gegen die wand schlägt geht das auch ins bein!

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