Montag, 10. Mai 2010

Schund ist Trumpf!

Derbe! Mehr kann man da schon fast nicht zu sagen...
Was für ein Abend im Düsseldorfer zakk! am Sonntagabend. Der Typ, chauvinistischer als Latexallergie gab sich am Tag der Landtagswahl in der Landeshauptstadt die Ehre. Wer im Vorfeld zwanghaft nach dem Support-Act gesucht hat, wurde zwar enttäuscht, aber zu welchem Preis? Schließlich kam Herr Laruso für knappe zweieinhalb Stunden zu Besuch.

Mit einer Mischung aus Rock'n'Roll und Rap, Crossover und Hiphop fesselte Herr Dendemann sein Publikum. Gefühlt ließ es keinen seiner Songs vom aktuellen Album aus, schmetterte sie in die Menge, unterstützt von seiner Band "Freie Radikale" blieb er sich dabei treu, sich bloss nicht in eine Schubalde einsortieren zu lassen. Hiphop-Beats, Gitarrenriffs, breite Keyboard-Teppiche, treibendes Schlagzeug, präszise DJ-Cuts wechselten sich unablässig ab.

Die grandiose Mischung, nur getoppt durch das Asi-Proll-Outfit des Protagonisten mit Kickermatte, Cap, Lederjacke, umfasste sämtliche musikalischen Bandbreiten. Nicht umsonst wohl das an "Nazis, nein danke!" Symbolik erinnernde Zeichen, wo eine Faust einen Notenschlüssel zerschlägt.

Für mich klang nicht ein Song, den der gute Mann jemals gemacht hat, so wie auf einem der Alben. Die "Freien Radikalen" mischte immer wieder Hits und Klassiker aus Pop, Rock und Hiphop in die Songs, Dendemann sang, rotzte, brüllte, schrie, beschwor sich durch die Stücke und Düsseldorf dankte es mit Ekstase kurz vor dem Explodieren.
Danke Dendemann für diesen Abend! Da ist ein Weg zwischen anspruchsvollem, tiefsinnigem Rap und Punk und Rock.

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