Freitag, 9. Januar 2009

Und immer weiter...

Am Silvestermorgen wollte ich mich mal gentleman-like zeigen. Während meine Gastgeberin sich also ins Bad verzog, wollte ich dann mal schnell Frühstück machen. Teller, Tassen, Gläaser, Besteck, Wurst, Marmelade, Honig, Milch, Saft, aber wo verdammt war der Kaffee...? Ich hab so ziemlich alle Schränke durchgeguckt, aber da ich ja gut erzogen bin, wollte ich jetzt auch nicht alle Schränke aufreißen, Kaffee war jedenfalls nicht zu finden. Als dann nach gut zwei Stunden (*denkopfeinzieh*) Madame frisch gestylt und duftend aus dem Bad kam, erklärte sie mir mal eben schnell: "Hier der Kaffee, da die Filtertüten!" um mir dann mitzuteilen: "Aber ich trinke heute eh Tee!" Na, soviel zu meinem kläglichen Versuch, alles nach ihrer Plesir zu bereiten. Immerhin waren die Brötchen noch lecker knusprig :-)

Pünktlich zum später Vormittag machten wir uns dann auf den Weg in Richtung Ku-Damm. Mit der Bahn von "Märkisches Museum" bis "Zoologischer Garten", dann zur Gedächtniskirche und weiter den Ku-Damm hoch bis zum KaDeWe, wo so ziemlich fast überhaupt nichts los war, so das wir es quasi als Teile des großen Menschenschwarms geschafft haben, vom Seiteneingang zum Hauptportal und wieder hinaus gespült zu haben. Dann wollten wir noch weiter zum Schloss Charlottenburg. Da sind wir dann ganz dekadent mit dem Bus vorgefahren. Leider war alles schon zu, so dass wir uns das Schloss nur von Außen ansehen konnten. Zudem war es bitter, bitter kalt, und Ms. F. und ich haben gefroren wie Espenlaub. Endlich wieder in den warmen Bus, am Zoo umsteigen in die Bahn und wieder zurück. Aber vorher noch schnell einkaufen. Ein paar Kleinigkeiten brauchten wir noch.

Kartoffelsalat sollte es geben, und dazu gegrillte Würstchen und Minischnitzel. Schließlich habe ich dazu extra einen Einweggrill mitgeschleppt. Nachdem wir uns dann erstmal in der Wohnung aufgewärmt hatten, haben wir zusammen den Salat gemacht. Dann wollte ich anfangen zu grillen, und das parafingetränkte Papier auf den Kohlen des Einweggrills brannte auch vorschriftsmäßig ab, doch dann war Ende. Genau eine Minikohle hatte Feuer gefangen, die kur darauf auch erschlosch. Soviel also zu unserem Silvestergrillabend. Ich bin dann mal in die Küche und habe dort alles gebraten, was zur Folge hatte, dass wir beinahe "Diner for one" verpasst haben. Das haben wir dann erst nachts auf dem WDR gesehen in der schweizerischen Variante...

Mit Kartoffelsalat, Würstchen, Schnitzel, Brot und billiges Radler aus Plastikflaschen haben wir dann den Abend gemeinsam verbracht, bis wir uns gegen Mitternacht dick verpackten und vom Balkon aus die Feuerwerk der Nachbarschaft angesehen haben. Auch wenn wir wirklich unaufgeregt und im kleinen Kreis gefeiert haben, ich für meinen Teil kann sagen, dass es eines der schönesten Silvesterfeste war... so sehr ich mich in den letzten Jahren dagegen gewehrt habe, einen ruhigen Jahreswechsel zu haben, umso schöner war es in der Nacht vom 31sten Dezember auf den 1sten Januar auf dem Balkon in Berlin-Mitte... DANKE! :-*



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