Dienstag, 6. Januar 2009

Ein neues Jahr

Zu allererst wünsche ich allen ein erfolgreiches, glückliches und vor allem gesundes neues Jahr! Ich hoffe, ihr seid alle bestens in 2009 hineingestartet... ich kann mich nur bedanken für den schönstgen Silvesterabend seit langen Jahren... eingerahmt von tollen Tagen in der Hauptstadt...

Daher starte ich auch mal schnell meinen Bericht dazu. Man hat mir gesagt, er wird schon sehnsüchtig erwartet.... :-)

Montag, 29 Dezember, 6:15 Uhr, ICE 843, Sitz 108

Die Reise geht los
Kurz, damit lässt sich die vergangene Nacht wohl am wenigsten wertend beschreiben. So gegen 2.00 Uhr dürfte ich geschlafen haben, um 4.30 Uhr ging der Wecker mit meinem Schlaf davon.

Ich bin müde und aufgeregt, gespannt vor allem wegen meiner Gastgeberin. Würde sie in Bielefeld wohnen statt in Berlin wäre das okay, die Stadt ist mir egal.

Ich war zu geizig für ein Frühstücksbaguette für 3 Euro, nachdem ein halber Liter Wasser ohne Kohlensäure schon 2,10 Euro gekostet hatte. Auf der ersten Etappe von Duisburg nach Essen essen alle anderen Fahrgäste. Wie passend! Weiter geht es über Bochum, Dortmund, Hamm, Bielefeld, Hannover...

Und so weiter, und so weiter... spätestens in Berlin-Spandau war es dann nicht mehr zu leugnen. Vorfreude und Spannung, aber betont cool und lässig bleiben. Kurz vorher hatte meine Gastgeberin sich gemeldet; Ja, mein Zug war eingermaßen pünktlich. Rucksack auf, Tasche über die Schulter, raus auf den Bahnsteig, Ausschau halten. Da ist sie auch schon. Die Begrüßung viel mehr als herzlich aus und in dem Moment, wo wir uns zur Begrüßung umarmten, war mir klar, dass die kommende Woche schön und unanstrengend werden würde. Schließlich hatte eine Freundin meinen Reiseentschluss noch mit den ungläubigen Worten kommentiert: "Wow, ne Woche! Das ist aber mutig!" In dem Moment wusste ich, dass sich der Mut auszahlen sollte.

So ging es dann mit dem Bus vorbei an den ersten touristischen Leckerbissen, leider etwas nebensächlich, den durch die beschlagenen Scheiben, war es eher schwierig, und meine Gastgeberin fand ich einfach spannender...

In der kleinen Wohnung in Mitte angekommen, hatte sie ein wunderbares Frühstück vorbereitet, auf das ich insgeheim schon seit Wolfsburg gehofft hatte. Schon in dieser halben Stunde "Erstkontakt" hatte ich den Eindruck, dass wir auf einer problemlosen Wellenlänge waren. Wir lachten, aßen, tranken Kaffee und ich genoss es einfach, da zu sein, in Berlin und mit ihr den Fernsehturm aus dem Küchenfenster zu sehen.

Nach dem Abwasch ging es dann zur ersten gemeinsamen Seightseeing-Tour. Ms. F. wehrte sich dagegen, mich zu einem Touri zu degradieren, und mir gefiel ihre Bezeichnung, dass ich "nur" ein Besucher sei um einiges besser. Also durfte ich den Berlin-Reiseführer, den mein Bruder mir zu Weihnachten geschenkt hatte, nur verstohlen in der Jacke herumtragen. Zu Fuß ging es dann über den Mühlendamm durch Nikolaiviertel zum Roten Rathaus. Weiter über den Alexanderplatz, um dort das erste Bild meiner Berlin-Reise zu schießen; den Fernsehturm. Ein kurzer Gang vorbei an der Weltzeituhr, durch den riesigen Kaufhof, wo so viel los war, dass ich das Gefühl hatte, nur Teil einer vielköpfigen Menschenschlange zu sein, die sich scheinbar wie abgesprochen von unten nach oben durch das Kaufhaus schlängelte. Dann die Dirksenstraße hoch zur S-Bahnhaltestelle "Hackescher Markt". Dort mussten wir erstmal alle Spielzeuge und allen Krimskram in einem kleinen Geschäft austesten. Von der abgehackten Gummihand über ausziehbare und hüpfende Kücken bis hin zu einer geschmacklosen Akt-Statuetten. Weiter an der Neuen Synagoge vorbei, die unter ständigem Polizeischutz steht, bis zur S-Bahnhaltestelle "Oranienbirger Straße". Da sind wir abgebogen in Richtung Museumsinsel mit dem Bode-Museum und dem Pergammon-Museum, wo wir uns galant an der Warteschlange vorbeischieben wollten, schließlich war uns ja nur kalt. Also mussten wir immer noch frierend weiter zum Alten Museum, dem Lustgarten und hinein in den imposanten Berliner Dom. Nur blöd, dass der gute Kontrolletti am Eingang auch bloss aufgepasst hat, dass niemand reinlukt. Dann haben wir uns noch die Baugrube des alten Palasts der Republik angesehen und die Pläne für den Bau des Berliner Stadtschlosses. Auf dem Weg zurück zu Wohnung sind wir noch mal schnell bei "Milly's Kaffee" eingekehrt, was dringend nötig war, nicht nur wegen dem heißen Kaffee, der von oben die Lebensgeister wieder weckte. Noch schnell einkaufen und zack, endlich wieder in der Wärme der Wohnung.

So ging der erste Tag mit der Gewissheit zu Ende, dass der Auftakt gelungen war. Nur die Kraxelei ins Bett, das ist ja nichts mehr für so alte Menschen wie mich... :-) Aber ich hab nicht mal geschnarcht :-) noch nicht ;-)

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